Wappen der Stadt Willebadessen          
   
   
Wappen: In Gold eine rote Doppeltoranlage, darauf drei rote Türme mit blauen Spitzdächern und rote Fialen; in den Bogen nebeneinander stehend der hl. Vitus mit grüner Palme und goldenem Ölkessel und die Muttergottes mit dem Kind auf der Rechten, beide blau gekleidet und golden nimbiert. - In dieser Fassung, die vom Schrifttum etwas abweicht, wurde das Wappen 1908 von König Wilhelm II. von Preußen verliehen. Das seit 1318 im Abdruck überlieferte erste Siegel der damals von dem Benediktinerinnenkloster gegründeten befestigten Stadt war dem des Stifts nachgebildet und ähnlich dem jetzigen Wappen. Die zwischen den Patronen, deren Reihenfolge auch wechselte, knieende Figur (entweder des Paderborner Bischofs oder des Stiftspropstes Giso) entfiel in den jüngeren Bildsiegeln der Stadt. In Stempeln des 15. Jahrhunderts erscheinen die Heiligenfiguren auch im Kniestück. - Flagge blau, gelb.


Willebadessen 1065 bereits erwähnt
Die erste urkundliche Erwähnung von Willebadessen finden wir in einer Kopie aus einem Urkundenbuch des Erzbistums Bremen. König Heinrich IV. hat danach dem Erzbischof Adalbert von Bremen-Hamburg einen großen Waldbezirk geschenkt. Dieser war folgendermaßen begrenzt: "Vom Fluß Ambriuna (= Emmer) durch das Ufer der Weser bis zum Fluß Dimula (= Diemel), durch die Diemel herauf bis zum Dorf Scerva (= Scherfede), von dort läuft die Grenze durch die Dörfer Burchartinchusen (= Borlinghausen), Wilbotissun (= Willebadessen), Altinherise (= Altenheerse), Langmeissina, Dringin (= Dringenberg), Tuutenhusen, Ercwissum (= Erwitzen), Belictors (= Bellersen) bis in den vorgenannten Fluß Ambriuna und dann durch sein Ufer hinab bis zur Weser. Die Urkunde ist in Corvey am 8. 12. 1065 ausgestellt.

Quelle: "Willebadessen - Bilder aus vergangenen Tagen"